Die Krankenkassen DAK und BKK Gesundheit führen Gespräche über mögliche Fusion
Wie am Mittwoch aus Unternehmenskreisen beider Krankenkassen bekannt wurde, führen die DAK (Deutsche Angestellten Krankenkasse) und die BKK Gesundheit Fusionsgespräche mit dem Ziel eines Zusammenschlusses zur “DAK Gesundheit” zum 01. Oktober 2010. Sowohl die BKK Gesundheit als auch die große DAK Krankenkasse sind finanziell angeschlagen und versuchen über eine Fusion Synergieeffekte und damit Kosteneinsparungen im Bereich Verwaltung und Vertrieb zu erzielen. Zuletzt meldete die BKK Gesundheit ebenso wie die City BKK finanzielle Probleme und damit eine mögliche anstehende Zahlungsunfähigkeit bei ihrem Kassen-Verband an. Eine Insolvenz oder Zerschlagung könnte nun durch die Fusion mit der DAK umgangen werden. Mit dann zusammen über sieben Millionen Mitgliedern steigt die neue DAK Gesundheit zu den ganz großen gesetzlichen Krankenversicherungen auf.
Erst vor wenigen Tagen gaben die im Verbund der Allgemeinen Ortskrankenkassen befindlichen Krankenkassen AOK Plus Thüringen und Sachsen die Fusion mit der AOK Hessen bekannt. Weitere Fusionen und Zusammenschlüsse werden erwartet, wobei auch Insolvenzen und Zerschlagungen kaum zu umgehen sein werden, so Experten. So verlor alleine die DAK nach der Einführung des Zusatzbeitrags mehr als 100.000 Mitglieder binnen Wochen. Diese waren entweder zu gesetzlichen Krankenkassen ohne Zusatzbeitrag abgewandert oder haben einen Wechsel in die Private Krankenversicherung vollzogen. Damit verlor die DAK besonders gutverdienende Versicherte an die Private Krankenversicherung. Eine PKV steht nämlich sozialversicherungspflichtigen Angestellten und Arbeitnehmern erst ab einem Jahrenbruttoeinkommen von 49.950 Euro zur Verfügung. Zudem kann die Private Krankenversicherung Anträge von chronisch Kranken ablehnen.
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